oder "Nur glückliche Hühner werden Knusprig"

Bestellnummer:
B1403014
Zum
zweiten mal luden dieses Jahr die Treburer Theater
Tage zum "Kabarett im Rathaus" ein. Auf vielfachen
Wunsch stand am Freitagabend das Bayrische Urweib
Luise Kinseher wieder auf der Bühne im Rathaus. Auf
der Bühne schlüpfte sie wieder in in die
verschiedensten Rollen. So moderiert sie als Gitti
Lachner, der Firmenchefin von "Glück & Co" durch den
Abend. Das Motto ihrer Firma war "So glücklich
können sie gar nicht sein das sie mit uns nicht noch
glücklicher werden können." Ihre Glücksphilosophie
entnahm sie Mahadma Haruschi, der als
Geflügelzüchter im 12 Jahrhundert in Indien
Glückssprüche verfasste und in dem Buch "Haruschis
Geflügelte Worte" zusammen stellte. Gitti Lachner
stellt ihre Assistentin, Frau Birgit Rösch vor, die
wie sie selbst sagt eine Supersekretärin ist.
Und
dann gab es noch Frau Helga Frese, die schon 50
Jahre verheiratet ist, mit ihrem Mann Heinz, der
aber irgendwie verschwunden war. So mußte sie sich
mit ihrem Jugendfreund Horst trösten, wie schon
damals in Venedig auf ihrer Hochzeitsreise mit
Heinz. Ja, denn zu einer lang anhaltenden Ehe
gehören "Durchhaltevermögen und Horst". In einer
weiteren Person erschien Luise Kinseher als Juliane
Burgmeister auf der Bühne. Diese konnte einiges zum
Thema Sex und den Hot Shop erzählen. und sie fragte
auch gleich mal das Publikum wie glücklich es denn
sei. Aber was ist Glück? Um Glück zu erleben gab es
einen Ratschlag für das Publikum: "Dann sollten sie
mal zu kleine Schuhe anziehen. Was meinen die denn
wie glücklich sie sind, wenn sie die Schuhe wieder
ausziehen
können?" Eine weitere Mitarbeiterin der Firma „
Glück & Co“ war Frau Dr. Dip. Psych. med. Hannelore
Welser, die jedoch um ihren Claus trauerte den sie
vor zwei Tagen kennen lernte und der sich seit dem
nicht mehr gemeldet hat. Dabei wollte er ihre doch
den Himmel zeigen... Somit war sie leider nicht in
der Lage etwas glückliches beizutragen. Auch über
über das Thema Schönheit könnte Gitti Lachner etwas
beitragen, schließlich war sie früher
Friseurmeisterin und hatte ihren eigenen
Friseursalon. Ihr einprägsames Motto war: "Wer
schöner ist, sieht besser aus." Immer wieder wurde
das Publikum aufgefordert Glückzahlen zuzurufen.
Mit der Glückszahl 13 wurde durch einen
unvollendeten Haruschi Glücksspruch die Pause
eingeleitet: "Die Henne mmm Sause mmm Pause."
In der
Pause gab es eine kleine Überraschung für das
zahlreich erschienene Publikum, jeder bekam einen
Glückskeks, passend zum Programm des Abends.
Nach
der Pause erzählte die Putzfrau Frau Wondra von
ihren Böhmischen Serviertenknödeln und Frau Lachner
war sich sicher "Nudeln machen glücklich“ denn ihre
Lieblingsspeise waren Spaghetti mit Tomatensauce.
Dazu fiel Helga Frese gleich noch ein, dass sie
ihren Mann die Essenration halbiert hat seit er im
Rentenalter ist und das ihre Nachbarin die früher
immer für Unicef spendete, jetzt ihren Heinz mit
Chips Spenden versorgt. Sekretärin Frau Rösch war
der Meinung, sie müsste das Publikum mit ihrem
lieblichen Gesang beglücken und trällert das
Liedchen "Ich wollt ich wär ein Huhn". Sie kündigte
jedoch gleich ihre Stelle bei "Glück & Co" um als
singender Zimmerbrunnen an eine Feng Shui
Autobahnraststätte zu arbeiten. Plötzlich stand dann
noch Maria auf der Bühne, die Cousine von Frau
Lachner und lud alle zum gemeinsamen Basteln ein.
Mit Biegeplüsch und einer Basteltüte sollte es nun
losgehen. Doch leider befand sich in der Tüte nur
ein Totes Huhn. Also musste das Basteln doch
ausfallen und es bleibt der Alkoholisierten Monika
noch der Spruch "Bist du tot oder bastelst du
schon?" Frau Lachner stellte noch fest, das Glück
ein Naturereignis ist und man da nichts planen kann.
Man kann sich jedoch immer darauf verlassen, dass
wenn man nicht stirbt, immer älter wird. Sie
wünschte sich nur noch, dass sie mit 70 Jahren
wieder ihren eigenen Friseursalon mit den Namen
"Come & Go" hat. Zum Abschluss wurde noch mal ein
Glücksspruch aufgeschlagen "mmm mmm ENDE". Als
Zugabe gab es noch die niederbayrische
Liebeserklärung: "Zuwider bist mer net!"
Luise Kinseher spielt aber nicht nur
Kabarett sondern ist als Schauspielerin auch in der
Serie Tatort oder München 07 zu sehen. "Kamera und
Kabarett kann man nicht vergleichen." Müßte sie sich
entscheiden, würde sie sich immer für die Bühne
entscheiden. "Ich will mein eigenes Ding machen“,
deshalb macht sie nur kleine Rollen fürs Fernsehen.
Sie schlüpft lieber in viele kleine Rollen. Ihre
Lieblingsrolle? Sie liebt alle Figuren gleich, denn
"die Figuren kommen aus mir selber“ sagt sie und da
kann sie sich in jeder einzelnen ausleben. Ihre
Energie nimmt sie von der Liebe zu ihrem Beruf, denn
das ständige Reisen ist auch anstrengend und dafür
gönnt sie sich im Sommer mehr Ruhe und nutzt diese
um zu schreiben.
Ein
war wirklich schöner und auch lustiger Abend
organisiert von den Treburern Theater Tagen. (clp)

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